Vinums

Liebfrauenmilch

Was für ein großer Name.

Lieblicher weißer Qualitätswein aus den Anbaugebieten Nahe, Pfalz, Rheingau und Rheinhessen, der mindestens zu 70% von Trauben der Rebsorten Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau oder Kerner hergestellt und von der Geschmacksart dieser Rebsorten bestimmt ist. Die Angabe der Rebsorte und der Name einer kleineren geografischen Einheit als das Anbaugebiet ist nicht zulässig.

Es ist peinlich und schlimm.

Die Liebfraumilch ist ein gutes Beispiel dafür, wie einstmals Klangvolle Namen, aufgebaut von Winzern, von Großkellerein mit Hilfe des Weingesetzes in den Dreck gezogen werden.

Liebfrauenmilch ist ein Qualitätswein der Stufe QbA, der aus dem Rheingau oder Rheinhessen stammen muss (in seltenen Fällen auch aus den Anbaugebieten Nahe oder Pfalz) und der fast ausschließlich exportiert wird.

Rheinhessen ist wie keine zweite Weinbauregion mitder Liebfrauenmilch verbunden. Im Ausland geradezu ein Synonym für den deutschen Wein

Historisch geht der Name Liebfrauenmilch auf die Weinberge der Liebfrauenkirche in Worms/ Rheinhessen zuück, die im 19. Jahrhundert den Ruf dieses Weines begründet haben. Heute muß dieser Wein mindestens 60 Oechsle Mostgewicht und 18 g/l Restsüße (lieblich bis süß) haben.

Verwendet werden mindestens 51% Riesling, daneben Silvaner, Müller-Thurgau und/ oder Kerner. Das Bouquet muss die typische Frucht einer dieser Sorten erkennen lassen. Die Rebsorten dürfen nicht auf dem Etikett angeführt sein, das Anbaugebiet darf hingegen schon erscheinen.

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